Kurkuma – positive Wirkung auf die Gesundheit

Kurkuma oder Kurkume (lat. curcuma longa oder auch indischer Safran, Gelbwurz, Gilbwurz genannt) stammt aus Südasien und wird dort seid fast über 5.000 Jahren als Heilpflanze verwendet. Die Kurkuma Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter. Ihr Wurzelstock ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch stark gelb und wird als Gewürz und Heilmittel verwendet. Er wird getrocknet und pulverisiert.

Kurkuma enthält 5 – 7 % ätherische Öle, die antimikrobiell (gegen Mikroorganismen), antineoplastisch (gegen Tumore), antiarthritisch und entzündungshemmend wirken sowie die Herztätigkeit steigern. Des Weiteren sind in der Kurkumawurzel Ferulasäure, Kaffeesäure und Kaffeesäurederivate enthalten. Kaffeesäure schützt vor Magenkrebs und hemmt die Produktion von Nitrosaminen. Diese sind krebserregend und giftig. Außerdem enthält die Kurkuma Pflanze noch Polysaccharide und Stärke.

Der wichtigste Inhaltsstoff der Kurkuma Pflanze ist das Curcumin, welches unter anderem für die gelbe Färbung verantwortlich ist. Das Curcumin wird als Lebensmittelzusatz unter dem Namen E100 (dieses kann jedoch auch künstlich hergestellt werden) verwendet. Es ist nicht gut wasserlöslich und wird daher im Magen-Darm-Trakt nur zu einem geringen Teil absorbiert. Das Erhitzen in Öl erhöht allerdings die Bioverfügbarkeit des Curcumins.

Medizinische Heilwirkung:

Curcumin wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend, krebshemmend und leitet Schwermetalle aus dem Körper aus. Auch unterstützt es die Knochengesundheit und zeigt eine positive Wirkung bei Diabetes und Alzheimer. Außerdem senkt es den Cholesterinspiegel.

Kurkuma unterstützt beim Abnehmen
Curcumin regt den Stoffwechsel an und hilft so beim Abnehmen. Durch das Curcumin kommt es zu einer vermehrten Magensaft-Produktion, die die Verdauung beschleunigt und einem Völlegefühl entgegenwirkt. Die Bitterstoffe des Kurkuma lassen das Verlangen nach Süßem sinken und regen die Galleproduktion an. Der vermehrte Gallensaft fördert die Fettverdauung. Dadurch wird mehr Fett ausgeschieden und weniger im Körper eingelagert. Das Curcumin behindert die Synthese der Fettsäuren und zerstört die Fettzellen.

Kurkuma bei Hautunreinheiten

In der ayurvedischen Medizin Indiens wird Kurkuma schon sehr lange als Naturheilmittel für eine porentiefe Hautreinheit eingesetzt. Das Curcumin wirkt entzündungshemmend und hat bei Hautunreinheiten, Pickel und Akne eine heilende Wirkung. Aus dem Kurkumapulver wird eine hochwirksame Maske hergstellt, die schon ab der ersten Anwendung positive Ergebnisse bewirken kann. Damit unreine Haut am besten von der heilenden Wirkung profitieren kann, sollte nicht nur eine äußerliche Anwendung erfolgen, sondern auch parallel über einen längeren Zeitraum als Nahrungsergänzung eingenommen werden.

Außerdem ist Kurkuma ein hochreines pflanzliches Antioxidant, welches der frühzeitigen Hautalterung entgegenwirken kann.

Kurkuma gegen Entzündungen

Freie Radikale führen zu Gelenkentzündungen. Das Curcumin in der Kurkuma Pflanze hat eine starke antioxidative Wirkung und wird erfolgreich bei entzündlichen Erkrankungen wie z.B. der Arthritis eingesetzt.

Kurkuma gegen Alzheimer

In Indien, wo Kurkuma ein beliebtes Gewürz ist, gibt es kaum Alzheimer-Erkrankungen. Es wird heute davon ausgegangen, dass Alzheimer auf Grund von Ablagerungen (Plaques) zwischen den Nervenzellen im Gehirn entsteht. Diese Ablagerungen bestehen aus fragmentierten Proteinen, die sich in den Gehirnzellen ansammeln und oxidativen Stress und Entzündungen hervorrufen. Dadurch wird die Gehirnfunktion beeinträchtigt. Da Curcumin die Blut-Hirn-Schranke durchdringt, kann aufgrund seiner antioxidativen Fähigkeit diese Oxidation und Entzündung verhindert oder zumindest verlangsamt werden.

Kurkuma zur Senkung des Cholesterinspiegels

Kurkuma ist ein natürliches Mittel zur Senkung des Cholesterienspiegels. Ein zu hoher Cholesterinspielgel kann zu Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Das antioxidative Kurkuma verhindert die Oxidation von Cholesterin. So richtig gefährlich wird das Cholesterin, wenn es oxidiert wird, da es erst dann die Blutgefäße schädigt und somit die Entstehung einer Arteriosklerose fördert. An diesem Punkt steigt die Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Kurkuma hemmt die Tumorbildung

Viele Studien haben sich mit der Heilwirkung des Curcumins bei Krebs beschäftigt. Kurkuma soll krebsvorbeugend wirken und den bereits vorhandenen Krebs stoppen. Positive Wirkungen sind bei so gut wie jeder Krebsart gefunden worden.

Für folgende Krebsarten weißt Curcumin positive Ergebnisse auf:

  • Hautkrebs
    Hier wurde gezeigt, dass Curcumin zwei Proteine unterdrückt, die den Selbstmord der Zellen verhindert und die Krebszellen dadurch abstarben.
  • Darmkrebs
    Hier wirkt das Curcumin in Bezug auf Darmkrebs vorbeugend und auch heilend. Es verhindert die Entstehung von Darmpolypen, von denen sich der Darmkrebs bilden kann. Auch fördert es die Rückentwicklung schon vorhandener Darmpolypen. Eine Reduktion der Anzahl der Darmpolypen konnte hierbei um 60% beobachtet werden. Außerdem wurde eine Verringerung der Größe auf die Hälfte festgestellt.
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Brustkrebs
    Hierbei wurde gezeigt, dass Curcumin die Metastasenbildung und die Streuung in den Lungen hemmen kann.
  • Prostatakrebs
  • Lungenkrebs

Kurkuma bei Verdauungsbeschwerden

Kurkuma kann – wie bereits erwähnt – durch ihre Inhaltsstoffe die Produktion von Gallenflüssigkeit anregen. Diese wiederum bildet die Grundlage der Fettverdauung. Aufgrund dieser Eigenschaft ist die Verwendung von Kurkuma bei Blähungen, Verstopfungen, Völlegefühl und Unverträglichkeit von fettigen Lebensmittel möglich.

Kurkuma bei Atemwegserkrankungen
Die Einnahme von Curcumin verbessert grundsätzlich die Lungenfunktion des gesunden Menschen. Bei Atemwegserkrankungen lindert Curcumin die Beschwerden und führt zu einer Verbesserung der Atemtätigkeit.

Kurkuma Bei Gallen- und Leberbeschwerden

Kurkuma unterstützt Leber und Galle bei ihren täglichen Aufgaben durch die Regulierung des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels und durch seine antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaft.

Anwendung von Kurkuma

Damit Kurkuma ihre volle Wirkung entfalten kann, sollte man einiges beachten. Das im Kurkuma enthaltene Curcumin ist nicht wasserlöslich und kann vom Körper nur schwer aufgenommen werden. Die Einnahme Von Kurkuma in Kombination mit Öl verbessert die Aufnahmefähigkeit. Extra Tipp: Das erhitzen des Kurkuma in Öl erhöht die Bioverfügbarkeit. Deswegen sollte man das Kurkuma-Pulver großzügig zum Würzen von Speisen benutzen. Auch die Einnahme von Kurkuma mit schwarzem Pfeffer erhöht die Bioverfügbarkeit. Dabei sind keine großen Pfeffermengen notwendig. Eine Prise reicht meistens schon aus.


Quelle:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21603867

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21742514

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9619120

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